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Heute wurde der zwischen fünf demokratischen Fraktionen geeinte Antrag zu Erforschung und Behandlungsmöglichkeiten von Long-COVID im Thüringer Landtag beschlossen. Babett Pfefferlein, gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erläutert die für die bündnisgrüne Fraktion wichtigen Punkte:

„Ich bin froh, dass wir diese Einigung erzielen konnten. Fakt ist: Es braucht Post-COVID-Ambulanzen, Post-COVID-(Rehabilitations-)Kliniken sowie Selbsthilfegruppen, auch wenn sicher eine Beurteilung der Effektivität der unterschiedlichen Versorgungsformen derzeit noch nicht möglich ist. Weiterhin müssen Behandlungsangebote im Bereich von Post- und Long-COVID ausgebaut werden. Die Unterstützung von Selbsthilfegruppen und von Austausch-Netzwerken ist meist kurzfristig und vor Ort machbar. Hier brauchen wir jedoch die Kassenärztlichen Vereinigungen an unserer Seite. Wir haben viele Aufgaben vor uns – das schaffen wir nur zusammen.“

„Wichtige Punkte des Antrages sind zum einen die Stärkung und Unterstützung von langfristigen Therapieangeboten zur Behandlung von Long-COVID im ambulanten oder stationären Rehabilitationsbereich. Zum anderen sollen interdisziplinäre regionale Post-/Long-COVID-Ambulanzen aufgebaut werden. Ziel ist, eine bestmögliche Versorgung der Long-COVID-Patient*innen in der medizinischen Landschaft Thüringens zukunftsorientiert zu etablieren und bereits bestehende Angebote effizient zu bündeln“, schließt die Gesundheitspolitikerin.

 

Hintergrund:

Mit Stand heute waren bzw. sind 3.702.535 Menschen nachweislich an COVID-19 erkrankt, 3.526.100 davon gelten als wieder genesen, das heißt als nicht mehr ansteckend. Aber sind sie auch alle wieder „gesund“? Etwa 10 Prozent derer, die an COVID-19 erkrankt waren, leiden nach dem Abklingen der akuten Infektion unter langanhaltenden Spätfolgen mit vielfältigen und unterschiedlichen Beschwerden.

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