Klimaneutralität muss auch im Bau erreicht werden

Bild zur News

Der Thüringer Landtag behandelt in der aktuellen Sitzung die Änderung der Thüringer Bauordnung. Insbesondere soll der Holzbau gestärkt werden. Babett Pfefferlein, Sprecherin für Bauen und Wohnen der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, erklärt dazu: „Unsere Lebensgrundlagen zu schützen, heißt auch bei Gebäuden nachhaltig und klimaneutral zu bauen. Deshalb gilt es, auf den Einsatz von Holz zu setzen. Aktuell beträgt die Holzbauquote in Thüringen 20%, in Süddeutschland oder gar Österreich wird aber bereits mit doppelt so viel Holz gebaut. Die Maßnahmen im vorliegenden Gesetzentwurf werden die Nutzungsmöglichkeiten von Holz erweitern. So kann dieses in mehr Gebäudeklassen als bisher auch als tragende Struktur genutzt werden.“

Laut Pfefferlein reichen die aktuellen Änderungen aber noch lange nicht aus, um die notwendigen Anpassungen an die Klimakrise zu ermöglichen. Die Denkfabrik Agora Energiewende veröffentlichte dazu erst gestern eine Studie, die darlegt, wie Gebäude klimaneutral gebaut werden können. Entscheidend ist dafür, dass neben einer angemessenen Dämmung, die Wärmeerzeugung vollkommen ohne fossile Brennstoffe auskommt. Besonders wichtig sind neben Holz hierbei Solarenergie, Wärmepumpen und die Fernwärmeversorgung.

„Technisch und wirtschaftlich ist die Umstellung auf diese klimaneutralen Wärmeversorgungssysteme gut machbar. Nun liegt es an uns, das auch umzusetzen und Unternehmen, die diese Energiewende unterstützen, stärker zu fördern. Wir müssen deshalb auf Basis unseres Klimagesetzes zügig einen Zeitplan entwickeln, der alle Gebäude im Land umfasst und schlagen vor, die Umstellung mit einem Klima-Investitionsprogramm zu beschleunigen,“ so Pfefferlein abschließend.

Kontakt