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Heute wurde im Landtag in öffentlicher Sitzung die neue Corona-Verordnung des Landes beraten. Angesichts einer sich entspannenden pandemischen Lage wurden die daraus resultierenden Vorschläge der Landesregierung diskutiert und Stellungnahmen der Fraktionen abgewogen. Dazu erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass immer mehr Schulen angesichts sinkender Inzidenzen öffnen und in den Präsenzunterricht zurückkehren sollen. Viel zu lange mussten die Kinder und Jugendlichen im häuslichen Lernen unterrichtet werden. Dies gelang einigen Schüler*innen sicher gut, andere hatten damit große Schwierigkeiten. Angesichts der zunehmenden Öffnungen gilt es nun, die bestmöglichen und damit die sichersten Rahmenbedingungen in den Schulen zu gewährleisten. Dazu gehört für uns unzweifelhaft die Aufrechterhaltung der Testpflicht mindestens bis Ende Juni, die auch durch das Infektionsschutzgesetz auf Bundesebene verpflichtend ist. Wir wissen um all die Herausforderungen für die Schulen, Familien und das Land, die dies mit sich bringt. Allerdings ist die Pandemie noch nicht völlig unter Kontrolle. Außerdem setzen wir auf zeitnahe Impfangebote für Eltern, damit die Kinder und Jugendlichen, für die es bisher keine Impfempfehlung gibt, auch ein sicheres Umfeld haben. Das Wetter wird mit dem nahenden Sommer außerdem hoffentlich immer besser, so dass wir mehr Lern- und Freizeitangebote im Freien anbieten können. Zudem sollten die Schulen weiterhin auf Wechselunterricht, die Einhaltung der AHA-Regeln kombiniert mit Lüften und den Einsatz von Luftreinigungsanlagen setzen.“

Die grüne Bildungspolitikerin betont weiter, dass es in den kommenden Wochen und Monaten vor allem darauf ankommt, zusätzliche Förderangebote für die Kinder und Jugendlichen zu etablieren.

„Wir werden große Anstrengungen zum Ausgleich der pandemiebedingten Bildungsbenachteiligungen unternehmen. Das Aufholprogramm des Bundes mit den zusätzlichen 33 Millionen Euro für 2021 und 2022 kommt dafür sicher gelegen. Die zusätzlichen Angebote in den Kindergärten, den Schulen, bei außerschulischen Partnern und für Ferienfreizeiten müssen zügig umgesetzt werden.“

„Entscheidend ist für uns die verbindliche Feststellung der individuellen Lernstände in den Schulen, kombiniert mit Förderplänen und Nachhilfeangeboten am Nachmittag. Auch die Etablierung von Förderangeboten in den Ferien in Kooperation mit außerschulischen Partnern und mehr Schulsozialarbeit sind von großer Bedeutung. Besonders wichtig ist uns, dass wir auch langfristig Schlussfolgerungen für gute Schule in Thüringen ziehen. So setzen wir auf gezielte Schulentwicklungsprogramme, die zum Abbau von herkunftsbedingten Benachteiligungen führen. Außerdem gilt es auch die sozial- emotionale Entwicklung und die altersspezifischen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen jenseits vom Lernen in den Blick zu nehmen und Kinderschutzangebote bedarfsgerecht vorzuhalten“, so Astrid Rothe-Beinlich abschließend.

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