Radschnellweg Darmstadt - Frankfurt/M. Quelle: Ingo Steckhan, 2021

„Radschnellwege können als zusätzliches, modernes Infrastrukturelement den Radverkehrsanteil in Thüringen erhöhen“, so Laura Wahl, Sprecherin für Mobilität der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Thüringer Landtag zum morgigen Tag des Fahrrads.

„Wichtig ist dafür, dass der Bau von Radschnellwegen nicht zulasten von normalen Alltagsradwegen an Landstraßen und in Gemeinden gebaut werden, sondern mit zusätzlichen Landes- und Bundesmitteln. Wie die gerade veröffentlichte Studie unserer Fraktion zeigt, bestehen in Thüringen Potentiale für Radschnellverbindungen, die nun durch entsprechende Machbarkeitsstudien unterlegt werden müssen. Radschnellwege bieten die Möglichkeit, Thüringen im Bewusstsein der Bürger*innen zum Alltagsradverkehrsland zu machen. Diese subjektive Komponente ist für die Steigerung des Radverkehrsanteils nicht zu unterschätzen. Radschnellwege können einen entscheidenden Unterschied zwischen einem mäßigen Wachstum des Radverkehrs und einem grundlegenden Wandel des Mobilitätsverständnisses sein.“

Das Radverkehrskonzept des Landes Thüringen ist eine gute Grundlage, um ein geschlossenes Netz von Radverbindungen im ganzen Land zu knüpfen und dabei auch die in Frage kommenden Strecken für Radschnellwege umzusetzen.

„Dafür muss es aber auch endlich zügig mit zusätzlichen Mitteln umgesetzt werden. Wenn Thüringen bis 2030 einen Anteil von 15 Prozent im Bereich Radverkehr haben will, dann ist es nur gerecht, wenn auch mindestens 15 Prozent des Verkehrsetats in den Radverkehr fließen – momentan erreichen wir gerade einmal zehn Prozent. Als bündnisgrüne Fraktion werden wir uns daher in den nächsten Haushaltsverhandlungen für eine auskömmliche Finanzierung der Radverkehrsinfrastruktur einsetzen, um endlich die Prozente im Etat zu erreichen, die auch für den notwendigen Ausbau nötig sind“, erklärt Wahl abschließend.

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