
Zu den aktuellen Meldungen über den Stillstand bei den Planungen zur Ortsumgehung Großengottern erklärt Jennifer Schubert, verkehrspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
„Die Ortsumgehung der B247 in Großengottern könnte schon längst gebaut sein, wenn Verkehrsminister Christian Carius seine Prioritäten richtig setzen würde. Statt dort zu planen, wo die Bürgerinnen und Bürger dringend Entlastung brauchen, setzt sein Straßenbauamt Nordthüringen aber das Wunschkonzert für vierspurige Schnellstraßen auf dem Rücken der Anwohner fort.“
„Es war und ist ein Fehler, den gesamten Abschnitt zwischen Mühlhausen und Bad Langensalza am Stück planerisch durchsetzen zu wollen. Stattdessen hätte die Ortsumgehung Großengottern Priorität haben und planerisch vorangetrieben werden müssen“, erläutert Jennifer Schubert.
Dies führt nun dazu, dass ein Anlieger in Schönstedt mit einer Klage den gesamten Fortschritt des Projektes voraussichtlich auf Jahre blockiert. „Dabei hat Schönstedt keinen Leidensdruck, weil dort bereits eine zweispurige Ortsumgehung besteht. Zudem hatten die gewerblichen Anlieger schon lange deutlich gemacht, dass sie die Planungen nicht unterstützen. Die Klage war also zu erwarten“, erklärt die Landtagsabgeordnete.
Die B247 bei Großengottern verzeichnet als eine der wenigen Straßen in Thüringen eine Zunahme der Verkehrsbelastung. Waren es 2005 noch 9800 Kfz pro Tag, so stieg diese Zahl auf 11 900 Kfz pro Tag im Jahr 2010. Diese Ortsumgehung muss deshalb Priorität haben.
Die Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat zur morgen beginnenden Landtagssitzung einen entsprechenden Antrag zur Priorisierung von Verkehrsprojekten eingebracht. Mit der Anwendung eines alle Belange umfassenden Kriterienkatalogs und einer frühzeitigeren Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, könnte der Nutzen der immer knapper werdenden Finanzmittel deutlich optimiert werden.
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