An jedem dritten Tage - Femizide in Deutschland

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Verlängerung Ausstellung "An jedem dritten Tage" Sina

*** AUSSTELLUNG VERLÄNGERT BIS ZUM 04.09.2022 ***

Fotografien von Sina Niemeyer

In der Nacht zum 05. August 2020 begegnet die 15-jährige Noelle auf ihrem Heimweg einem fremden Mann. Eine Stunde später ist sie tot.
Den Ermittlungen zufolge hat der Mann sie erst vergewaltigt und dann mindestens sechs Minuten lang zu Tode gewürgt. Ein Mord, der als das bezeichnet werden muss, was er ist - ein Femizid.
Frauen und Mädchen, die aufgrund ihres Geschlechts getötet werden.
Während Noelles Fall in keiner Statistik auftaucht und die Medien immer wieder daran scheitern, angebracht und mit gebührendem Respekt zu berichten, gibt es in Deutschland jeden Tag einen versuchten Mord an einer Frau durch ihren (Ex-)Partner. An jedem zweiten bis dritten Tag wird er vollendet.
Diese Art der Gewalt ist geschlechtsspezifisch und sie ist mehr als eine Straftat; sie ist die Spitze der Pyramide der Frauenfeindlichkeit.
In Sina Niemeyers Projekt „An jedem dritten Tage“ macht sie diese Morde sichtbar. Noelles Geschichte ist das erste Kapitel einer mehrteiligen Arbeit über Femizide in Deutschland.
Die Bilder sind in enger Zusammenarbeit mit Noelles Mutter und Schwester entstanden - die Mutter erlebte die Arbeit als Sprachrohr für etwas, für das sie selbst momentan nicht die Kraft oder Worte hat. Die Kultursendung „ttt - titel, thesen, temperamente“ widmete diesem Projekt unlängst einen Beitrag, der hier angesehen werden kann

Sina Niemeyer ist eine preisgekrönte visuelle Fotokünstlerin aus Berlin. Sie hat einen Bachelor of Arts in Fotojournalismus und Dokumentarfotografie.

Ihre Arbeit behandelt Intimität, menschliche Beziehungen und Weiblichkeit. 2018 wurde sie zu einer der vielversprechendsten Newcomerinnen der deutschen Fotografie gewählt. Im Jahr darauf wurde sie in zwei aufeinanderfolgenden Jahren für den „C/O Berlin Talent Award“ nominiert.

Sinas Projekt „IGNOSCENTIA“ über sexualisierten Missbrauch von Kindern wurde international ausgezeichnet und 2018 als Monographie von Ceiba Editions veröffentlicht. Ihr Projekt über arrangierte Ehen zwischen Filipinas und Männern aus den USA und Europa „The many wives of Mr. Lippka“ wurde durch das follow up Stipendium des Freundeskreises für Fotografie Deichtorhallen in Hamburg gefördert und erhielt eine von zwei lobenden Erwähnungen beim „Foto Evidence Award“. Für ihr aktuelles Projekt über Femizide erhielt sie das Stipendium der VG Bildkunst.

Außerdem arbeitet Sina Niemeyer regelmäßig für deutsche Zeitschriften und NGOs.

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

 

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