Startbahnen auf einem Sportfeld

BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN stehen für eine inklusive Gesellschaft. Alle Menschen sollen gleichberechtigt Zugang zu allen Lebensbereichen haben und selbstbestimmt leben, lernen und arbeiten können.

2009 ist in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention durch ihre Ratifizierung als Bundesgesetz in Kraft getreten. Für den Bereich des Sports bedeutet dies, dass Menschen mit Behinderungen seither einen Rechtsanspruch auf eine gleichberechtigte Teilhabe an sportlichen Aktivitäten haben. Um eine solche Teilhabe zu ermöglichen, müssen allerdings Hindernisse unterschiedlichster Art abgebaut werden. Die Konvention geht davon aus, dass diese Hindernisse nicht in erster Linie bei den Menschen mit Beeinträchtigungen liegen, sondern in den von der Gesellschaft aufgestellten Barrieren. Ein barrierearmer Sport kann also nur dann erreicht werden, wenn er als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird. Dabei bezieht sich die Barrierefreiheit nicht nur auf den Abbau von Barrieren bei der Zugänglichkeit von Sportanlagen, sondern auch auf den Abbau von Barrieren in den Köpfen. Die wesentlichen Handlungsfelder für einen barrierearmen Sport liegen also sowohl in dem (Um)Bau zu inklusiven Sportanlagen als auch in der Etablierung von inklusiven Sportangeboten.

Unsere Fraktion wird den Weg zur Ermöglichung eines barrierearmen Sports weiterhin unterstützend begleiten. So ist im Rahmen der Sportstättenförderung des Landes darauf zu achten, dass die Barrierefreiheit beim Neubau und der Sanierung von Sportanlagen sichergestellt bleibt. Auch bei dem Auf- und Ausbau von inklusiven Sportkonzepten kann die Politik einen Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen leisten. So können beispielsweise Vereine und Verbände bei der Entwicklung entsprechender Maßnahmen finanziell unterstützt werden.         

Barrierefreiheit gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ca. 10 Prozent der Bevölkerung sind körperlich oder geistig stark beeinträchtigt und auf Maßnahmen zur Barrierefreiheit angewiesen. Der Anteil steigt, auch durch den zunehmenden Anteil älterer Menschen in unserem Land. Aber alle Menschen haben das Recht darauf, dass sie unabhängig von Einschränkungen dazu gehören können. Das muss auch für den Sport gelten: für das individuelle Training und das Training im Verein, für den Besuch von Sportveranstaltungen im Stadion oder auf dem Fußballplatz der Kreisliga.

In die soziale Dimension des Sports gehören Werte wie Integration, Toleranz, Prävention und das gemeinsame Miteinander von Generationen. Wir Bündnisgrüne stehen für eine Sportförderung, die diese soziale Verantwortung des Sports hervorhebt.

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