Gleichstellung ist ein sehr trockenes Wort für ein sehr wichtiges Ziel! Wir wollen, dass alle Menschen in Thüringen frei und selbstbestimmt leben können und treten für ein weltoffenes und buntes Thüringen ein. Kein Mensch darf aufgrund der sexuellen Identität benachteiligt werden. Dafür braucht es eine vollständige Gleichstellung für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans, Intersexuelle und Queers (LSBTIQ*). Alle Formen sexueller Vielfalt müssen akzeptiert werden und sichtbar in der Gesellschaft sein. Das Ziel ist Sicherheit, Respekt und Anerkennung für LSBTIQ*.

Mit der Verabschiedung des „Landesprogramms für Akzeptanz und Vielfalt“ sind wir in Thüringen in der 6. Legislatur einen großen Schritt gegangen, um Akzeptanz, Vielfalt und Gleichberechtigung Wirklichkeit werden zu lassen und bestehende Diskriminierungen abzubauen. Die Initiativen, Verbände und Projekte der queeren Community werden mit dem Programm besser gefördert und in ihrer Arbeit durch eine Koordinierungsstelle unterstützt. Wir wollen das Programm in den kommenden Jahren ausbauen, finanziell besser ausstatten und im Zuge dessen auch institutionelle Förderung ermöglichen.

Und auch so hat sich in Thüringen sechsten Legislatur schon einiges bewegt: Mit der Koalition haben wir einen Nachteilsausgleich für Gehörlose auf den Weg gebracht, das Landesblindengeld erhöht und das Taubblindengeld eingeführt. Eine Premiere war zudem die Endsendung eines LSBTI-Vertreters von Rot-Rot-Grün in den ZDF-Fernsehrat. Das Studentenwerk wurde in Studierendenwerk umbenannt - scheinbar eine Kleinigkeit – und doch sie steht für das Aufbrechen von Strukturen, die nicht-männliche Gesellschaftsmitglieder unter „ferner liefen“ kategorisiert und somit unsichtbar macht. Und natürlich unterstützen wir jährlich Aktionen zum „Equal Pay Day“ und fördern Frauen in Führungspositionen.

Zu einem Thüringen, in dem niemand mehr Diskriminierung erfahren muss, ist es trotzdem noch ein Weg! Wir machen uns deshalb für eine bürger*innenfreundliche Landesantidiskriminierungsstelle stark, wollen Bildungspläne auf gendersensible Inhalte anpassen und die queere Jugend- und Schulsozialarbeit ausbauen.

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Gabriele Sondermann

Gabriele Sondermann

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