
Anlässlich der neuesten Medienberichte über die angebliche Teilnahme Thüringens am Gigaliner-Feldversuch zeigt sich Jennifer Schubert, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag, sehr verwundert über die Informationspolitik der Regierungskoalition.
„Schon im November vergangenen Jahres machte Carius im Verkehrsausschuss keinen Hehl daraus, dass er sich durch das in der Koalitionsvereinbarung von SPD und CDU festgeschriebene Aus für Gigaliner auf Thüringens Straßen nicht gebunden fühlt. Die SPD widersprach dem vehement“, stellt Schubert fest. „Nun vernehmen wir, dass Thüringen für den Feldversuch gemeldet ist. Genauso groß wie die Gigaliner ist nun auch die Verwirrung. Nimmt Thüringen nun teil oder nicht? Ich finde, dass ist eine Frage, auf die man auch als Oppositionspartei eine Antwort von der Regierung erhalten sollte – nicht von den Medien. Anscheinend hat sich die SPD vom Verkehrsminister Carius mit den Gigalinern über den Tisch ziehen lassen.“
An der bündnisgrünen Haltung zu Gigalinern lässt Schubert indes keinen Zweifel: „Wir lehnen den Einsatz dieser Laster weiterhin ab. Sie kommen für unser dicht besiedeltes Land nicht in Frage.“ Der Einsatz von Gigalinern würde erhebliche Mehrinvestitionen in den Straßenausbau, in Bahnübergangssicherungsanlagen und in größere Parkplätze bedeuten. Außerdem steigt das Unfallrisiko erheblich. „Dass die CDU-Fraktion ihre Verwendung dennoch als `sinnvolles Instrument ökologischer Verkehrspolitik´ verteidigt, ist einfach lächerlich. Wir brauchen endlich die notwendigen Investitionen in das Schienennetz, um Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Der Einsatz von Gigalinern bewirkt das Gegenteil davon“, so die Grünen-Politikerin abschließend.
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